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  An der Saale hellem Strande  
     
  An der Saale hellem Strande
Stehen Burgen stolz und kühn. 
Ihre Dächer sind zerfallen, 
Und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.  
Droben winken holde Augen,
Freundlich lacht manch roter Mund.
Wandrer schaut wohl in die Ferne,
Schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.
 
       
  Zwar die Ritter sind verschwunden,
Nimmer klingen Speer und Schild; 
Doch dem Wandersmann erscheinen,  
Auf den altbemoosten Steinen, 
Oft Gestalten zart und mild. 
Und der Wandrer zieht von dannen,
Denn die Trennungsstunde naht;
Und er singet Abschiedslieder;
„Lebewohl“, tönt ihm hernieder,
Tücher wehen in der Luft.
 
       
  Volkslied, 1826 geschrieben von Franz Kugler auf der Rudelsburg
 
 
       
  Himmelreichlied    
 

Singweise: Dort Saaleck, hier die Rudelsburg

 
       
  Dort wo an steiler Felsenwand
Weithin zu übersehen
Der Saale liebes Silberband
D’ran Ritterburgen stehn
Auf Waldgekrönter Bergeshöh’
Seh’ Labung ich mir winken,
Dort, in der Himmels Sonnennäh’
Da lässt sich’s schau’n – und trinken!
Kommst, Freund, in holder Frühlingszeit
Du auf die stolzen Höhen,
Siehst du in Sommerherrlichkeit
Den Wald in Schönheit stehen;
Ist’s wenn im Herbst die Traube reift:
Stets wirst du fröhlich künden:
Hier,  wo entzückt das Auge schweift,
Ist Himmelslust zu finden!
 
       
  So denk’ ich mir den Blick einmal,
Wenn selig wir einst droben –
Vom Himmelreich in’s Erdental
Aus Engelsmunde loben!
Und drum ist’s recht, dass „Himmelreich“
Man dieses Kleinod heißet,
Wo Petrus’ Stellvertreter gleich
Mit Manna reich uns speised!
Und wenn das Winters Flockenkleid
Deckt ringsum Wald und Höhen,
Dann kannst du seine Herrlichkeit
Im hellsten Glanze sehen!
Dann ist’s als ob das ganze Tal
Ein Heer von Sonnenfunken,
Brillanten glitzern überall,
Daß schier dein Auge trunken!
 
       
    Drum sei und bleibe Wanderziel,
Recht vieler hier auf Erden!
Laß allen jenes Hochgefühl
Im „Himmelreich“ werden,
Das in die Herzen allzeit bringt
Der Heimatliebe Segen,
Die in dem Wunsche wiederklingt:
„Gott schütz’ dich allerwegen"
   
       
  Im Mai 1931

Otto Strauß, Naumburg a/S

 
 
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